2014-10-05 16:57:59 +0000
I want to know what love is
Der Sinn des Lebens war Thema eines langen Gespräches. Eigentlich wollte ich nur spontan sein. Aus einer Tasse Kaffee wurden drei Stunden Gespräch. Das erste Wort einer langen Liste von Lebenszielen war Liebe. Spontan fällt mir da ein Song von Foreigner ein:
Wieder einmal musste die Bibel als Unterstützung ran. Glück ist in der Bergpredigt ein langes Thema, wie es auch als Stichpunkt auf der Liste von Nr. 12 vorkam. Es ist schon einige Jahre her, dass ich drei Gottesdienste lang dem Thema Bergpredigt gewidmet hatte. Doch heute sah ich dieses Kapitel wieder einmal aus einem anderen Blickwinkel. Ich liebe diese Tage, an denen mein christlich motivierter Lebensstil mir immer neue Sichtweisen auf alte Themen bringt. Glück ist ein Gefühl und was glücklich macht, kann sehr individuell sein. Spontan fällt mir unsere Vermieterin ein, die ein Haus verkauft hatte und zum ersten Mal einen wirklich glücklichen Eindruck machte. In der Bibel stehen auch Wege zum Glück. Da ist das Befriedigen geistiger Bedürfnisse an erster Stelle einer langen Liste. Die Bergpredigt fängt damit an. Jene, die dieses Bewusstsein für die geistigen Bedürfnisse haben, sind glücklich, weil ihnen das Königreich der Himmel gehört. Da ich die Dinge auch mit etwas Humor betrachte, fällt mir dazu auch etwas ein. Mit diesen Leuten sollte man sich gut stellen, es könnten die zukünftigen Vermieter sein. Natürlich nur, wenn man ins Königreich der Himmel kommt. Die Besitzer kann man aber schon auf Erden kennenlernen. Trauer und eine milde Gesinnung sind auch Wege zum Glück. Friedensstifter, auf Gerechtigkeit wartende, Reinherzigkeit, Rufmord-Opfer... die Liste ist lang und ich mag die Bibel nicht kürzen. Im Matthäusevangelium, Kapitel 5 steht es ausführlich. Dann kam mir ein Gedanke. Es ist direkt im Anschluss die Rede von Salz. Dem Salz der Erde. Eine Sache ist mir aufgefallen: die Erde besteht nicht nur aus Salz, aber ohne Salz geht es nicht. Die Vorstellung, dass alle Menschen Christen werden und damit zu Salz, ist irgendwie befremdlich für mich. Dann gibt es keine Erde mehr, kein Wasser, keine Blumen, nur noch Salz. Eine sehr versalzene Sache. Eine Sache wurde mir klar: Salz muss Salz bleiben. Zu viele Fremdbeimengungen machen es unbrauchbar. Es ist also durchaus sinnvoll, sich die neuen Salzkörner mal genauer anzuschauen, statt Massentaufen zu veranstalten. Die Folgen zu freier Aufnahmen von allen und jedem sieht man gut an einigen Kirchen. Zu strenge Kriterien haben aber auch ihre negativen Seiten, wie man bei einigen Sekten gut beobachten kann. So wie man beim Kochen ein gutes Maß haben muss, braucht man auch ein gutes Maß bei der Auswahl der Salzkörner. Davon ausgehend, dass ich selbst ein Salzkorn bin, kann ich aber auch meine eigene Salzkraft verlieren. Ablenkung gibt's genug, Krafträuber auch. Ein reines Herz kann verunreinigt werden, dann wird es blind für Gott. Wenn man die Kraft verliert, Frieden zu stiften, ist der eigene Sinn des Lebens verloren. Für alles gibt es eine Zeit und ich muss mich immer wieder dran erinnern, auch der Ruhe ihren Raum zu geben. Manche Kriege muss ich nicht schlichten, es gibt viele Salzkörner. Die 12 hat heute viel gelernt. Ich habe heute wieder viel gelernt und nun liege ich auf meinem neuen Bett, an das ich mich einfach nicht gewöhnen kann und schreibe diesen Text. Viele Gesichter tauchen in meinen Erinnerungen auf. Flo(h), der wirklich eine nette Art hat, Frieden zu stiften. Die Mutter von Oscar, deren Trauer irgendwann getröstet wird, und Toni, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst zu sein scheint. Wo ich so an Toni denke: ihr gehört also ein Teil des Königreiches der Himmel. Spontan muss ich mich doch echt bemühen... nein, muss ich nicht. Das Königreich der Himmel ist groß. Als Friedensstifter hab ich sowieso einen Schlüssel, kleines Familienvorrecht. Trotzdem denk ich an Toni, leckeres Essen und eine Frau, die mich gerne geschmäht hätte und trotzdem gastfreundlich war. Gut, dass verlorene Söhne wieder nach Hause kommen können.
Ich werd grad sentimental, die Sonne ist untergegangen und mir ist nach Musik, zum Beispiel Gerd Christian - Sag ihr auch. Ein guter Tag mit interessanten Einsichten.
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